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Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
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Wenn es los geht - die Geburt Ihres Babys

Anlegen des CTG

Mit diesen Zeichen kündigt sich das Baby an:

Ganz typisch sind die regelmäßigen und spürbaren Wehen, die anfangs etwa alle 20 Minuten und später in immer kürzeren Abständen kommen. Zur Geburtsankündigung gehört auch ein abgehender Schleimpfropf vom Muttermund, der mit etwas Blut vermischt sein kann. Und manchmal findet der Blasensprung schon zu Hause statt. Davon spüren Sie nur, dass Fruchtwasser abgeht. Vielleicht ist es wenig, so als würden Sie nicht rasch genug zur Toilette kommen, oder Sie verlieren einen Schwall von Fruchtwasser. Aber was bedeuten diese Anzeichen?

Der Blasensprung:
Ihr Baby lebt bis zur Geburt in der Fruchtblase, die bis dahin meist geschlossen bleibt. Der Blasensprung ereignet sich entweder im oberen Bereich der Gebärmutter, dann gehen nur Tröpfchen ab, oder er liegt im Bereich des Muttermundes, wobei eine ganze Menge Fruchtwasser abfließt.

Hat der Arzt bei der letzten Untersuchung Hinweise dafür, dass Sie sich bei einem schwallartigen Abgang von Fruchtwasser besser liegend in die Klinik bringen lassen sollten, wird er Ihnen das sagen. Im Allgemeinen sollen Sie sich zwar umgehend, aber in Ruhe in die Klinik begeben.

Die Wehen:
Eine Wehe entsteht dadurch, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter von oben nach unten zusammenzieht. Beim Geburtsprozess entwickelt sich auf diese Weise aus einer Flaschenform mit engem Hals eine Kugelform mit weiter Öffnung, damit das Baby durchpasst. Außerdem helfen die Wehen dem Baby, sich tiefer in das Becken senken zu können und mit dem Kopf, manchmal auch mit dem Po, den Beckenausgang zu weiten und zu dehnen.

Die Senkwehen beginnen meist ein bis zwei Wochen vor der Geburt, werden aber in der Regel nur durch ein Hartwerden des Bauches spürbar.

Blutungen:
Zum Geburtstermin sind leichte Blutungen meist harmlos, sollten aber vom Arzt abgeklärt werden. Bei starken Blutungen ist es ratsam, sich umgehend in die Klinik fahren zu lassen.

Wann es Zeit für den Aufbruch ist: Kommen die Wehen im 10-Minuten-Takt, sollten Sie den Rhythmus eine Weile verfolgen und sich dann in die Klinik begeben. Warten Sie nicht zu lange ab, wenn Sie für den Weg in die Klinik viel Zeit brauchen.


Die Stunden der Geburt. Lassen Sie sich und dem Baby Zeit.

In der Klinik können Sie den direkten Weg zum Kreißsaal einschlagen. Hier sind immer Hebammen im Dienst, die Sie aufnehmen, die Formalitäten erledigen und sich um Sie kümmern. Zu Beginn prüft Ihre Hebamme, wie weit sich der Muttermund eröffnet hat. Sie verbindet Sie mit dem CTG, um die Wehentätigkeit genau zu verfolgen und am Herzschlag Ihres Kindes herauszuhören, ob es ihm gut geht. Dann werden Sie meist vom CTG wieder befreit, dürfen in Ruhe baden und sich im Kreißsaal einrichten.

Übrigens: Damit wir uns bei Beginn der Geburt ausschließlich um Sie und Ihr Baby kümmern können und nicht Formalitäten und eventuelle Fragen hinsichtlich Schwangerschafts- und Geburtsrisiken besprechen müssen, empfehlen wir in der 34.-36. Schwangerschaftswoche eine ambulante Anmeldung zur Geburt . Ihr Frauenarzt wird Ihnen hierzu eine Überweisung ausstellen.

Der Geburtsablauf wird in drei Phasen eingeteilt: die Eröffnungsperiode, die Austreibungsperi-ode und die Nachgeburtsperiode. In der Eröffnungsphase öffnet sich der Muttermund auf rund 10 cm. Das kann beim ersten Kind 6 bis 12 Stunden dauern. In der Endphase, der Austreibung, brauchen Mutter und Baby etwa eine Stunde bis zum Ziel. Nach dem Baby muss noch die Plazenta geboren werden, die bis zu einer halben Stunde auf sich warten lassen kann.

Diese Zeitspannen sind Erfahrungswerte und keine Richtwerte für Sie. Unsere Hebammen und Ärzte nehmen auf Ihren ganz persönlichen und natürlichen Geburtsablauf Rücksicht. Das heißt, Sie lassen Ihnen und Ihrem Baby die Zeit, die Sie brauchen. Nur wenn es Gründe gibt, Ihr Baby rasch zu entbinden, werden die notwendigen Hilfen eingeleitet.


Gehen Sie für Ihr Baby aus sich raus.

Im Allgemeinen können Sie sich im Kreißsaal frei bewegen, herumlaufen, sitzen, liegen ... ganz wonach es Ihnen gerade ist. Ihr Partner kann Sie massieren, in den Arm nehmen, mit Ihnen hin- und herschaukeln, Ihnen Halt geben beim Hinhocken und am Schluss beim Pressen. Ein kühles Tuch für die Stirn, ein Kissen im Rücken... viele liebevolle Hilfen können Ruhe und Kraft geben. Und auch wenn der werdende Vater mal nichts tut, kann allein sein Dasein gut tun. In manchen Momenten mögen Frauen keine Berührungen oder Aktivitäten.

Reißen Sie sich nicht deshalb zusammen, weil Sie denken, Ihr Partner könnte es nicht aushalten, wenn Sie sich gehenlassen, stöhnen oder weinen. Die Geburt ist ein ganz ungewöhnliches Ereignis, bei dem es nur um den guten Schluss, Ihr Baby, geht, und nicht um Leistung oder Perfektion.

Es kann hilfreich sein, sich vorzustellen, wie das Baby mit Ihnen arbeitet, welchen Weg es gehen muss und welchen Sinn die Wehen haben. So fühlen Sie sich vielleicht weniger ausgeliefert, können gelöster entspannen und entschlossener aktiv sein.

In allen Phasen der Geburt steht Ihnen Ihre Hebamme zur Seite. Sie hat starke Arme und viel Geduld. Und sie hat soviel Erfahrung im Kinderkriegen, dass sie in den Geburtsstunden vieles für Sie sein kann: Mutter, Kindermädchen, Anleiterin, Seelentrösterin und die Fachkraft, die genau weiß, was zu tun oder nicht zu tun ist.

Geburtserleichterung können auch die individuelle Gebärposition bieten. In unserem Kreißsaal stehen hierzu verschiedene Möglichkeiten für Sie bereit. Probieren Sie verschiedene alternative Gebärpositionen, den Gymnastikball, den Gebärhocker, die Gebärmatte … aus. Wenn Sie sich im Wasser wohl fühlen, kann auch eine Wassergeburt eine gute Alternative darstellen. Unsere Hebammen leiten Sie gern an.

Eine Bitte an Sie: Teilen Sie uns Ihre besonderen Vorstellungen und Wünsche von ihrer Entbindung mit. Lassen Sie sich nicht passiv entbinden, sondern gestalten Sie die Geburt aktiv mit!

Bei starken Geburtsschmerzen steht eine individuelle Schmerztherapie zur Verfügung. Auch Alternativen zur Schulmedizin werden angeboten. So haben unsere Hebammen Erfahrung in der Akupunktur, Aromatherapie und Homöopathie. Bei nicht ausreichender Wirkung ist auch eine klassische Schmerztherapie durch Gabe von Medikamenten oder mittels Pudendus- oder Periduralanästhesie möglich.


Ihr Baby ist da. Herzlich willkommen!

 

 

 

 

 

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Wenn Sie es geschafft haben, werden Sie wie fast alle Mütter und Väter fassungslos vor Rührung, Erstaunen und Erleichterung sein. Das Baby gleitet in seiner Geburtsminute zuerst in die Hände von Arzt oder Hebamme, die mit geübten Griffen dafür sorgen, dass Ihr Baby sanft ankommt. Oft darf es eine kurze Weile auf Ihrem Bauch ausruhen, bis es abgenabelt wird. Es kann auch gute Gründe geben, die Nabelschnur gleich zu durchtrennen.
In jedem Fall wird rasch geprüft, ob das Baby alleine atmen kann und auch die anderen Lebenszeichen so sind, dass Sie es warm eingehüllt erst einmal in die Arme nehmen können.  

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Hebamme wird Ihnen das Baby an Ihre linke Seite legen. Hier nimmt es Ihren vertrauten Herzschlag wahr, der ihm beruhigend sagt, dass Sie da sind. Ihr Baby wird sich auch geborgen fühlen, wenn es Ihre Stimme und die seines Vaters hört, die es schon kennt. Haben sich Babys eine Weile erholt, schauen sie oft mit großen Augen in ihre neue Welt, umklammern die Finger von Mutter oder Vater und möchten bald an Mutters Brust willkommen sein.

Während Sie mit dem Baby beschäftigt sind, kümmern sich Hebamme und Arzt weiter um Sie. Die Geburt der Plazenta muss abgewartet werden, und Ihre Mitarbeit ist dafür noch mal gefragt. Die Plazenta wird dann auf Vollständigkeit überprüft, weil keine Gewebereste in der Gebärmutter bleiben dürfen. Blutungen wären die Folge. Sind Verletzungen im Geburtswege entstanden, werden diese im Anschluss an die Nachgeburt in lokaler Betäubung vernäht. In jedem Fall müssen Sie gut überwacht noch zwei Stunden im Kreißsaal verbringen. Eine Zeit, die mit dem Baby überhaupt nicht lang wird.


Ist das Baby gesund? Sie bekommen minutenschnell Antwort.

In allen Kreißsälen der Welt wird das Baby in den ersten Minuten nach dem sogenannten Apgar-Test untersucht. Damit werden einmal kurz hintereinander Atmung, Herzschlag, Muskel- und Bewegungsfunktionen, Reflexe und die Hautfärbung kontrolliert. Rosig, bläulich oder blass sind für den Arzt wichtige Gesundheitshinweise. Aus der Nabelschnur wird etwas Blut entnommen, das über die Sauerstoffversorgung des Babys informiert.


Sollte Ihr Baby anfangs etwas Mühe haben, sich an das neue Leben anzupassen, ist oft schon in wenigen Stunden oder Tagen alles in Ordnung. Fragen Sie Ihren Arzt, was gewisse Störungen bedeuten können. In jedem Fall bekommt das Baby so schnell wie möglich die Hilfe oder Behandlung, die es braucht, wenn nötig, in der Kinderklinik.

Der Gesundheitstest in den ersten Minuten ist ein wichtiger Teil der 1. Früherkennungs-Untersuchung (U 1), die anschließend vom Kinderarzt entweder noch im Kreißsaal oder in den folgenden Stunden auf der Wochen- und Neugeborenenstation durchgeführt wird. Bei der U 1 wird das Baby umfassend untersucht.


Wenn es um den Nabel in der Babywelt geht:

Nach der Geburt wird der Nabelschnurrest mit einer Klemme versorgt. So trocknet er langsam ein und löst sich meist in den ersten 5 bis 10 Tagen ab. Der Nabelbereich muss immer sauber und trocken gehalten werden. Babys dürfen von Anfang an gebadet werden. Sie lieben es als wohlige Erinnerung an die Zeit im Mutterleib oder einfach nur durch die zärtliche Beschäftigung mit ihm durch Vater oder Mutter.


Das erste Anlegen. Ihr Baby kommt Ihnen entgegen.

Das erste AnlegenWenn sich Ihr Baby etwas erholt hat und sich in Ihren Armen wohlfühlt, wird es beginnen, saugende Bewegungen mit dem Mund zu machen und die Quelle zu suchen, die sein Bedürfnis nach Nahrung und Nahe stillt: Ihre Brust. Meist schafft es das Baby allein, gleichzeitig zu saugen und zu atmen und mit liebevoller Unterstützung auch richtig zu liegen. Ihre Hebamme wird Ihnen dabei gerne helfen.

Es gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten, ein Baby schon im Kreißsaal anlegen zu können. Das Saugen des Babys an der Brust ist das entscheidende Signal für Ihren Körper, Milch zu bilden und die Nahrung fließen zu lassen. In den ersten Tagen bekommt das Baby erst einmal Vormilch (Kolostrum), eine klare Flüssigkeit, die besonders reich an Abwehrstoffen ist. Auch nach einem Kaiserschnitt können Sie Ihr Baby in der ersten Stunde anlegen.

Übrigens: Unsere Klinik betreut nach "Stillfreundlichen Kriterien"- Eine Zertifizierung durch die Unicef ist angestrebt.

Zwei Stunden nach der Entbindung können Sie den Kreißsaal verlassen. Einige Frauen gehen gleich nach Hause und werden dort durch eine Hebamme weiterbetreut. Wir empfehlen eine weitere stationäre Betreuung von Mutter und Kind für 2 Tage auf der Wochen- und Neugeborenenstation .
Den weiteren Ablauf der Betreuung von Mutter und Kind in unserer Klinik können Sie hier erfahren.

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